+++ Abschlusswoche zwischen dem 2. und 10. Juni mit Konzerten, Lesungen, Installationen und Führungen +++

Die "Oberlausitzer Perspektiven auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" erzählten zwischen August und November 2021 in Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Workshops Geschichten von vergangenem und aktuellem jüdischen Leben.

Die Abschlusswoche des Projekts im Rahmen des Festjahres 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland musste im November 2021 pandemiebedingt entfallen.

Vom 2. bis zum 10. Juni werden nun noch einmal neun Veranstaltungen in Kamenz, Zittau, Görlitz, Löbau und Bautzen dazu einladen, künstlerische Gedanken zur jüdischen Kultur, ihrer Geschichte und Gegenwart in Deutschland und darüber hinaus zu hören, zu sehen und mitzunehmen als Schatz und Auftrag gleichermaßen.

Programmdetails folgen zeitnah, der Vorverkauf beginnt am 15. Mai 2022.

Grußbotschaft des Schirmherrn Dr. Thomas Feist zur Abschlusswoche

Ich freue mich, dass die Abschlusswoche der „Oberlausitzer Perspektiven“ nun nachgeholt werden kann. Der "Kommen und Gehen" e.V. mit seinem wichtigen Beitrag zum Festjahr „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ ist für mich ein wichtiger, verlässlicher und hochprofessionell arbeitender Partner. Die für Juni geplanten Veranstaltungen bieten ein ausgewogenes Programm zwischen historischer und politischer Bildung in kulturellem Format und viele künstlerisch anspruchsvolle Produktionen mit durchgehender Thematisierung unseres jüdischen Erbes und Anknüpfungspunkten zur Gegenwart. Ich wünsche als Schirmherr dem Festival ein interessiertes, aufgeschlossenes Publikum und „Mazal tov!“.

Schalom,

Thomas Feist | Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben

Das Projekt

Ja. Es gab und gibt jüdisches Leben in Sachsen und in der Oberlausitz - und das vielfältiger, als wir meinen möchten: Modern und traditionell, quirlig und wieder still, bunt und auch unscheinbar. Es ist gezeichnet von den Verletzungen der Vergangenheit und dennoch tief verankert im Hier und Jetzt in Deutschland. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge offenbart es sich nicht immer gleich auf den ersten Blick.

Diese Vielfalt ist es, die wir mit der Veranstaltungsreihe „Oberlausitzer Perspektiven“ sichtbar machen möchten, eingebettet in das Festjahr „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen bringen wir Musik, Text und Kultur an verschiedenen Orten in der (deutschen und polnischen) Oberlausitz und in Liberec zum Klingen.

Dabei soll Vergangenes wieder aufleben und Aktuelles unseren Horizont erweitern. Sei es ein historischer Stadtrundgang auf den Spuren der Zittauer Juden mit Live-Klezmer, die Gesangstradition der liberalen Synagoge des 19. Jahrhunderts am Originalschauplatz oder eine musikalische Lesung mit Texten von Stefan Heym und Leonard Cohen.

Die „Oberlausitzer Perspektiven“ sollen jüdische Kulturtraditionen hautnah erfahrbar machen. Deswegen setzen wir neben „klassischen“ auch auf Mitmachformate, Installationen und Performances sowie Cross-Over-Veranstaltungen. So laden etwa die teilnehmenden Künstler*innen Jung und Alt auch zu musikalischen Workshops ein. Eindrucksvolle Lichtinstallationen regen gepaart mit Performances nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Genießen ein.

Die Veranstaltungen

  • 19:30
    Rabryka, Conrad-Schiedt-Str. 23, 02826 Görlitz

    „Auf der Suche“. Jüdische Komponisten aus Deutschland, Polen, Tschechien und Ukraine

    Wer kennt Alexander Weprik, Hans Heller oder Władysław Szpilman? Es sind Komponisten jüdischer Herkunft oder Prägung. In ihren Werken spiegelt sich wie in ihren Biografien die Geschichte des 20. Jahrhunderts wider: die Bedeutung von Nationalstaaten verschwimmt vor dem Hintergrund individueller Schicksale. Jascha Nemtsov präsentiert die kaum gespielten Werke und führt durch den Abend.

    # Musik

Der Veranstalter

Das „Kommen und Gehen“ ist ein Klassik-, aber kein klassisches Musikfestival! Es ist Tummelplatz für lautes und mächtiges, virtuoses und rasantes, stilles und kleines Musizieren. Ob als Bühne oder Begegnungsraum, Laboratorium oder Schatzkammer: Das „Kommen und Gehen“ öffnet Ohren neu – nicht nur für Musik.

Die Oberlausitzer Perspektiven werden vom „Kommen und Gehen“ - Das Sechsstädtebundfestival! e.V. gemacht. Seit seiner Gründung 2017 organisiert der Verein jedes Jahr im August das gleichnamige Festival. Das „Kommen und Gehen“ schafft Begegnungsräume für klassische Musik und Popkultur und ist so mehr als „nur“ ein klassisches Musikfestival. Räumlich sind die Produktionen und Konzertprogramme im polnisch-tschechisch-deutschen Grenzgebiet verortet. Es liegt also mehr als nahe, dass sie sich mit dem reichen kulturellen Erbe des historischen Bundes der Sechsstädte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Löbau, Lubań (Lauban) und Zittau auseinandersetzen. Den als Kooperationen von Künstler:innen unterschiedlicher Stile, aus der Region und dem weiteren In- und Ausland realisierten Einzelveranstaltungen ist außerdem noch eines gemein: Allesamt suchen sie nach der gesellschaftlichen Funktion von Musikmachen und -hören.

Die Menschen hinter „Kommen und Gehen“ - Das Sechsstädtebundfestival! e.V. sind so vielfältig wie das Festival selbst. Sie sind Musiker:innen, Kunst- und Kulturschaffende und kommen aus der Oberlausitz wie auch aus ganz verschiedenen Regionen Deutschlands und der beiden Nachbarländer. Seit Januar 2021 gibt es zudem einen Beirat, der sich aus Vertreter:innen verschiedener Verbände und Kulturorganisationen sowie Unternehmen der Region zusammensetzt.

Gefördert durch #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.