Das Projekt

Ja. Es gab und gibt jüdisches Leben in Sachsen und in der Oberlausitz - und das vielfältiger, als wir meinen möchten: Modern und traditionell, quirlig und wieder still, bunt und auch unscheinbar. Es ist gezeichnet von den Verletzungen der Vergangenheit und dennoch tief verankert im Hier und Jetzt in Deutschland. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge offenbart es sich nicht immer gleich auf den ersten Blick.

Diese Vielfalt ist es, die wir mit der Veranstaltungsreihe „Oberlausitzer Perspektiven“ sichtbar machen möchten, eingebettet in das Festjahr „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen bringen wir Musik, Text und Kultur an verschiedenen Orten in der (deutschen und polnischen) Oberlausitz und in Liberec zum Klingen.

Dabei soll Vergangenes wieder aufleben und Aktuelles unseren Horizont erweitern. Sei es ein historischer Stadtrundgang auf den Spuren der Zittauer Juden mit Live-Klezmer, die Gesangstradition der liberalen Synagoge des 19. Jahrhunderts am Originalschauplatz oder eine musikalische Lesung mit Texten von Stefan Heym und Leonard Cohen.

Die „Oberlausitzer Perspektiven“ sollen jüdische Kulturtraditionen hautnah erfahrbar machen. Deswegen setzen wir neben „klassischen“ auch auf Mitmachformate, Installationen und Performances sowie Cross-Over-Veranstaltungen. So laden etwa die teilnehmenden Künstler*innen Jung und Alt auch zu musikalischen Workshops ein. Eindrucksvolle Lichtinstallationen regen gepaart mit Performances nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Genießen ein.

Der Veranstalter

Das „Kommen und Gehen“ ist ein Klassik-, aber kein klassisches Musikfestival! Es ist Tummelplatz für lautes und mächtiges, virtuoses und rasantes, stilles und kleines Musizieren. Ob als Bühne oder Begegnungsraum, Laboratorium oder Schatzkammer: Das „Kommen und Gehen“ öffnet Ohren neu – nicht nur für Musik.

Die Oberlausitzer Perspektiven werden vom „Kommen und Gehen“ - Das Sechsstädtebundfestival! e.V. gemacht. Seit seiner Gründung 2017 organisiert der Verein jedes Jahr im August das gleichnamige Festival. Das „Kommen und Gehen“ schafft Begegnungsräume für klassische Musik und Popkultur und ist so mehr als „nur“ ein klassisches Musikfestival. Räumlich sind die Produktionen und Konzertprogramme im polnisch-tschechisch-deutschen Grenzgebiet verortet. Es liegt also mehr als nahe, dass sie sich mit dem reichen kulturellen Erbe des historischen Bundes der Sechsstädte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Löbau, Lubań (Lauban) und Zittau auseinandersetzen. Den als Kooperationen von Künstler:innen unterschiedlicher Stile, aus der Region und dem weiteren In- und Ausland realisierten Einzelveranstaltungen ist außerdem noch eines gemein: Allesamt suchen sie nach der gesellschaftlichen Funktion von Musikmachen und -hören.

Die Menschen hinter „Kommen und Gehen“ - Das Sechsstädtebundfestival! e.V. sind so vielfältig wie das Festival selbst. Sie sind Musiker:innen, Kunst- und Kulturschaffende und kommen aus der Oberlausitz wie auch aus ganz verschiedenen Regionen Deutschlands und der beiden Nachbarländer. Seit Januar 2021 gibt es zudem einen Beirat, der sich aus Vertreter:innen verschiedener Verbände und Kulturorganisationen sowie Unternehmen der Region zusammensetzt.

Gefördert durch #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.